Modern Arnis Lehrgang in St. Petersburg

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5 Tage in Sankt Petersburg..

..sind viel zu kurz um alles zu sehen. Die historische Stadt der Zaren umfasst mehr als 2300 Paläste und Schlösser. Allein in der Eremitage dem Winterpalast, einem der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt gibt es fast drei Millionen Objekte archäologischer Fundstücke bis zu klassischer europäischer Kunst zu bestaunen. Würde man für jedes Objekt nur eine einzige Minute Zeit investieren, so bräuchte man fast 6 Jahre (ohne Pause) um alles nur in diesem Gebäudekomplex gesehen zu haben.

Nachdem GM Dieter Knüttel, seine Frau Bea und ich am Donnerstag gut in Sankt Petersburg angekommen sind wurden wir von Ivan und seinem Sohn vom Flughafen abgeholt. Der erste Nachmittag war mit Einzug in die Unterkunft, etwas Sightseeing und einem leckeren Abendessen mit sehr gutem Mors schnell zu Ende. Bea und Dieter besuchten noch das Theater mit einer Ballettvorstellung und ich schaute mir Sankt Petersburg bei Nacht an.

Am Freitagvormittag nahmen wir gemeinsam an einer Stadtführung per Bus und Boot teil, so konnte man einen guten Überblick über die Innenstadt mit allen Sehenswürdigkeiten bekommen. Während Dieter und ich gegen Mittag die Tour verließen um uns auf den Lehrgang vorzubereiteten startete Bea mit Ihrer Tour durch und besuchte viele spannende Museen und Schlösser von innen.

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Nachmittags begann der erste Modern Arnis Lehrgang in Sankt Petersburg. Alexander Pisarkin hatte den Bundestrainer inzwischen zum ca. 15. Mal nach Russland eingeladen. Alles war top organisiert und es waren Teilnehmer aus vielen russischen Städten anwesend. Das Thema für den ersten Trainingstag war Anwendung aus dem Sinawali mit Stock, Messer und auch Waffenlos.

Am Samstag nahmen auch noch 4 Dortmunder Arnisadores am Lehrgang teil, welche ebenfalls die Gelegenheit genutzt hatten, Training mit Sightseeing zu verbinden. Inhaltlich wurden verschiedene Entwaffnungen auf Ihre taktischer Positionierung nach der Entwaffnung geprüft und in ihrer Wirkung optimiert. Im Anschluss wurden dieselben Aspekte bei verschiedenen Waffenlosen- und Stockhebeln betrachtet. Insgesamt eine teilweise schmerzhafte aber auch sehr lehrreiche Trainingseinheit.

Der letzte Trainingstag begann am Sonntag und es wurden mehrere Themen angeschnitten. Zuerst wurden klassische Techniken mit dem Presas-Bolo unterrichtet. Danach ging es mit SV mit dem Smartphone, Tapi Tapi und flexiblen Gegenständen weiter. Am frühen Nachmittag stand plötzlich GM Rene Tongson im Trainingsraum und begrüßte alle Teilnehmer und gratulierte GM Dieter zu seinem heutigen Geburtstag. Er war schon am Samstagabend angereist und im selben Hotel untergebracht, versteckte sich aber um die Überraschung perfekt zu machen. Der Lehrgang endete und alle Teilnehmer waren sichtlich zufrieden. Alle kamen überein, dass dieses Lehrgangsformat wiederholt werden sollte.

Am Nachmittag fand die Geburtstagsparty für Dieter statt. Alexander hatte einen Bungalow auf einer der Stadtinseln gemietet. Neben Dieter und Bea waren Rene, Jj Hervas und seine Frau Pamela, Alexander und einige Instruktoren seiner Gruppe anwesend. Es gab leckeres frisch zubereitetes russisches Essen. Es wurde gesungen und es gab die Möglichkeit die russische Sauna auszuprobieren. Die Banja ist ein Dampfbad mit zum Teil über 100° C und hoher Luftfeuchtigkeit. Nach dem ersten Schwitzen wurde man mit Zweigbündeln vom Rücken bis zu den Fußsohlen abgeklopft, was die Temperatur auf der Haut nochmal deutlich erhöhte aber wie eine Massage sehr entspannend wirkte. Im Anschluss ging es unter die Dusche und dann ins eiskalte Abkühlbecken. Es folgte eine zweite Runde. Dieses Mal wurde die Vorderseite des Oberkörpers bis zu den Füßen abgeklopft usw. Insgesamt eine tolle Erfahrung, welche jeder mal ausprobieren sollte.

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Der Montag war geprägt vom Besuch des Schloss Peterhof, ca 30km entfernt von Sankt Petersburg. Der Peterhof ist dem Schloss Versailles in Frankreich nachempfunden und besteht neben dem riesigen Hauptgebäude, welches heute als Museum genutzt wird auch aus einer gigantischen Parkanlage mit dem rund 400 Meter langen Kanal zur Ostsee und 176 Wasserspielen und Fontänen welche oft von goldenen Statuen begleitet im ganzen Park verteilt sind. Mit dem Schnellboot sind wir am Nachmittag zurück nach Sankt Petersburg gefahren. Die Fahrt dauert nur rund 35 Minuten.

Am Dienstagmorgen ging mein Flug zurück nach Deutschland. Weder mit Zoll noch Visum gab es Probleme. Sankt Petersburg war sauber und ich habe mich stets sicher gefühlt. Alexander hatte alles perfekt organisiert und ich möchte mit herzlich für seine Gastfreundlichkeit und Unterstützung bei den Vorbereitungen bedanken. Der Lehrgang war super und besonders die Kombination von Sport und Kultur hat mir sehr gut gefallen. Wieder einmal zeigt sich was für eine Klasse unsere Modern Arnis Familie weltweit hat!

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